Engpässe auf dem Halbleitermarkt. Ein Update zu 2022?
Die Analyse in DACH Raum signalisiert deutlich, dass im globalen Vergleich der größte Teil des Umsatzes in China erwartet wird.
Engpässe auf dem Halbleitermarkt? Ein Update.
Engpässe auf dem Halbleitermarkt? Ein Update.
Engpässe auf dem Halbleitermarkt
Zu Beginn dieses Jahres hatten wir Ihnen einen positiven Ausblick auf den Halbleitermarkt gegeben.
Insbesondere hatten wir eine anhaltende Verbesserung bei der Disruption der Lieferketten und den Produktionskapazitäten vorhergesagt.
Stimmte unsere Vorhersage?
Im Hinblick auf die Situation der Lieferketten ist der Global Supply Chain Pressures Index – GSCPI – ein wertvoller Indikator. Für den September 2023 gibt dieser Index das Fehlen jeglicher Engpässe wieder. Tatsächlich liegt der GSCPI Index mit -0,69 Standardabweichungen unter den durchschnittlichen Bedingungen für die Dynamik der Lieferketten: D.h. die Lieferketten haben sich von den durch COVID erzeugten Problemen erholt und sind in einem guten Zustand.
Schätzungen für September 2023
Der GSCPI stieg im September auf -0,69, von -1,08 im August (nach unten korrigiert von einem ursprünglichen Wert von -0,86). GSCPI-Werte messen Standardabweichungen vom historischen Durchschnitt des Index.
Die Lieferzeiten haben sich weiter verbessert.
Ausblick Halbleitermarkt
Auch die Produktionskapazitäten der Halbleiterindustrie haben sich weiter verbessert. Dies zeigen eindrücklich die Lieferzeiten der Halbleiterhersteller. Einer der weltweit grössten Distributoren der Elektronikindustrie, der Distributor „Digikey“, bietet auf seiner Webseite wertvolle Informationen über Lieferzeiten, wahlweise sortiert nach Herstellern oder Produktklassen.
Wir sehen: Die Lieferzeiten haben sich weiter verbessert. Der Trend ist überwiegend stabil und weiter sinkend. Interessant ist zudem der Unterschied der Lieferzeiten zwischen den Herstellern. Sie zeigen, dass aktuell weniger die Lieferketten, als die Effizienz der Fertigung des jeweiligen Herstellers die Lieferzeiten bestimmen: So liegen die durchschnittlichen Lieferzeiten bei Texas Instruments bei ca. 8 Wochen, während sie bei der Analog Devices Corporation beinahe doppelt so hoch sind.
Bei den Produktklassen sind die Lieferzeiten bei stark nachgefragten Halbleitern nach wie vor kritisch, wie bspw. bei den sehr erfolgreichen ARM Cortex Prozessoren. Eine kritische Situation zeigt sich auch bei einigen FET- Halbleitern und einigen passiven Komponenten wie Widerständen oder Kondensatoren, bzw. elektromechanischen Komponenten. Die Liefersituation differiert oft stark in Abhängigkeit von dem Hersteller, weshalb sich ein Vergleich der Lieferzeiten bei identischen elektronischen Komponenten lohnt.
Ein sich aktuell abzeichnendes Problem mit möglichen negativen Auswirkungen auf die Lieferzeiten sind die vor kurzem von den USA verschärften Exportbeschränkungen bezüglich China für Chips und Waferproduktionsanlagen. Der Schwerpunkt liegt vor allem auf die Lieferung von KI-Chips, sowie der Chipherstellung in China: Die Chiphersteller Nvidia, AMD und Intel sowie die Hersteller für Waferproduktionsanlagen KLA, Lam Research und Applied Materials haben alle einen Umsatzanteil von 20 bis 30 % in China.
Nicht zu vergessen zunehmende geopolitische Spannungen, die im Falle weiterer Eskalationen die derzeit abklingende Inflation wieder verschärfen könnten.
Wir helfen Ihnen gerne weiter. Zögern Sie nicht, uns zu kontaktieren.
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