Lieferengpässe beeinflussen die EMS. Die momentane Abhängigkeit der globalen, auf Effizienz ausgerichtet Lieferketten, erfordern besonders bei Engpässen für Europa oder Schweiz mehr Flexibilität beim Supply-Chain-Management.  Dies voraussichtlich solange, wie wir von diesen globalen Strukturen noch abhängig sind und noch nicht eigene Komponenten auf Lager produzieren.

Lieferengpässe beeinflussen die EMS

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Der Vorteil, grösster Kunde Taiwanesischer Halbleiterhersteller zu sein.

In einem unserer letzten Berichte haben wir bereits über Rohstoffengpässe und Lieferrückstände in der Elektronikbranche berichtet.

Nach nun weiteren 8 Wochen Lieferengpass-Problemen möchten wir über einen weiteren unerfreulichen Missstand in der Halbleiterversorgung aufmerksam machen:

David oder Goliath?

Aktuellen Technologiepublikationen zufolge, bereitet der Taiwanesische Halbleiterhersteller TSCM seine Kunden auf Preiserhöhungen von bis zu 20 % vor. Diese Neuigkeiten verwundern in der aktuell schwierigen Liefersituation auf den ersten Blick vielleicht nicht.

Blickt man jedoch hinter die Kulissen, so tritt zutage, dass Unternehmen wie AMD sich wohl mehr Sorgen machen könnten als Unternehmen wie Apple. Denn, glaubt man Berichten der Halbleiteranalysten, geben die Halbleitergiganten ihre Preissteigerungen wohl deutlich weniger an Grosskunden weiter als an anderen Kunden.

Dass Apple bevorzugt wird, ist Medienberichten zufolge nicht allzu überraschend. Schließlich mache Apple als Hauptkunde mehr als ein Fünftel des Unternehmensumsatzes von TSCM aus. Das TSCM Apple nur 3% mehr in Rechnung stellt, sei vor dem Hintergrund der mehr als 100 Millionen A15 Bionic-Chips-Bestellung für das iPhone 13 vielleicht nachvollziehbar.

Auch bleibe es abzuwarten, inwieweit sich diese Preiserhöhung auch auf das Endprodukt auswirkt.

Wie jedoch andere Kunden, wie beispielsweise AMD, die ihnen auferlegte Preiserhöhung von bis zu 20 % stämmen und sie auch am Markt durchsetzen können, ist mit Sorge zu beobachten.

Regionale Zukunft gestalten?

Die momentane Abhängigkeit der globalen, auf Effizienz ausgerichtet Lieferketten, erfordern besonders bei Engpässen für Europa oder Schweiz mehr Flexibilität beim Supply-Chain-Management.  Dies voraussichtlich solange, wie wir von diesen globalen Strukturen noch abhängig sind und noch nicht eigene Komponenten auf Lager produzieren.

Auch die Reaktionen der EU-Politik könnten darauf schließen lassen, dass globale Lieferengpässe, womöglich als langfristige Erscheinung anzusehen sind, denn die EU hat Pläne für den Aufbau eines robusten lokalen Halbleiter-Ökosystems bis 2030 angekündigt.  Momentan heisst es jedoch weiterhin abzuwarten, ob und in welcher Form diese Pläne umgesetzt werden.

Wie begegnen wir der Situation?

Wir bei HORELEC haben stets darauf wert gelegt, ausreichend Komponenten auf Lager zu haben. Generell wollen wir dies auch zukünftig so weiter handhaben. Die Voraussetzung hierzu sind jedoch an beständigen und zuverlässigen Lieferbedingungen gekoppelt.

In derzeitiger Situation, des nun schon seit Wochen anhaltenden internationalen Lieferengpasses, sind wir in der Lagerhaltung unfreiwillig eingeschränkt. In der Materialbeschaffung sind Bestellungen aktuell einen enormen Zeitaufwand in einem immer enger werdenden Liefermarkt ausgesetzt. 

Leider gibt es bei uns auch ein vielfaches an Zeit- und Personaleinsatz, da wir bei jedem Bauteil Lagerbestände suchen müssen oder Abklärungen von Ersatztypen tätigen müssen. 

Doch werden wir auch in dieser brenzlichen Situation unser Bestes geben, um das benötigte Material zu disponieren um zugesagte Liefertermine einzuhalten.

Fragen Sie uns an, wir unterstützen Sie gerne vorausschauend in der frühzeitigen Ermittlung Ihres Produktionsbedarfs. Die Lage ist ernst!

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